Die G 26 Untersuchung — offiziell nach DGUV Grundsatz 312-001 geregelt — überprüft, ob Atemschutzgeräteträger körperlich und gesundheitlich in der Lage sind, unter schwerem Atemschutz zu arbeiten. Der Untersuchungsumfang ist durch die DGUV verbindlich festgelegt und umfasst mehrere aufeinander abgestimmte Testmodule. In der Praxis Dr. Heck in Neumarkt werden alle erforderlichen Untersuchungen direkt vor Ort durchgeführt — ohne Überweisung an externe Einrichtungen.

1. Anamnese und körperliche Untersuchung

Am Beginn jeder G 26 Untersuchung steht ein strukturiertes ärztliches Gespräch. Dabei werden Vorerkrankungen, aktuelle Beschwerden, bekannte Einschränkungen sowie eingenommene Medikamente systematisch erfasst. Anschließend folgt eine gründliche körperliche Untersuchung: Abhören von Herz und Lunge, Beurteilung des Bewegungsapparates, Überprüfung von Blutdruck und Puls sowie eine allgemeine Inspektion des Körpers. Diese Basis ist entscheidend, um individuelle Risikofaktoren frühzeitig zu erkennen.

2. Spirometrie — Messung der Lungenfunktion

Die Spirometrie misst Lungenvolumen, Atemfluss und Atemwegswiderstände. Ziel ist es, eingeschränkte Lungenfunktionen zu erkennen, die unter der extremen Belastung eines Atemschutzeinsatzes gefährlich werden könnten — etwa durch Asthma, COPD oder obstruktive Atemwegserkrankungen. Die Messung ist schmerzfrei und dauert wenige Minuten.

3. Ruhe-EKG und Belastungs-EKG (Ergometrie)

Das Ruhe-EKG erfasst den Herzrhythmus und mögliche Herzerkrankungen im Ruhezustand. Die anschließende Ergometrie — ein Belastungs-EKG am Fahrradergometer — ist das zentrale Element der G 26 Untersuchung. Für die Einstufung als tauglich für schweren Atemschutz (G 26.3) muss eine Belastbarkeit von mindestens 3,0 Watt pro Kilogramm Körpergewicht erreicht werden. Die Ergometrie deckt Herzrhythmusstörungen, koronare Herzerkrankungen und Bluthochdruck unter Belastung auf, die im Ruhezustand nicht sichtbar sind.

4. Urin-Status

Ein Urinstatus auf Zucker, Eiweiß und Blut gibt Hinweise auf Nierenerkrankungen, Diabetes mellitus und weitere Stoffwechselstörungen. Diese können die körperliche Belastbarkeit und die Reaktionsfähigkeit im Einsatz erheblich beeinträchtigen.

5. Seh- und Hörtest

Ausreichendes Sehvermögen und Hörvermögen sind Grundvoraussetzungen für eine sichere Kommunikation und Orientierung im Einsatz. Der Sehtest überprüft Visus (Sehschärfe) und Farbsehen. Der Hörtest stellt sicher, dass akustische Warnsignale und Funkdurchsagen wahrgenommen werden können.

Was passiert nach der Untersuchung?

Nach Abschluss aller Testmodule erhalten Sie direkt im Gespräch mit Dr. Heck eine klare Rückmeldung zum Ergebnis. Sie erfahren, ob die uneingeschränkte Atemschutztauglichkeit vorliegt, ob befristete Einschränkungen bestehen oder ob eine Nachuntersuchung empfohlen wird. Das Ergebnis wird verständlich erläutert und individuell eingeordnet — nicht nur als formales Dokument, sondern als echte medizinische Einschätzung.

Wie lange dauert die G 26 Untersuchung?

Planen Sie für die vollständige G 26 Untersuchung etwa 45 bis 60 Minuten ein. Da das Belastungs-EKG körperliche Anstrengung erfordert, empfehlen wir bequeme Sportkleidung und festes Schuhwerk. Eine leichte Mahlzeit zwei Stunden vor dem Termin ist sinnvoll — ein schweres Essen oder Koffein in großen Mengen sollte vermieden werden.

Alle Tests direkt vor Ort in der Praxis in Neumarkt

EKG-Gerät, Fahrradergometer, Spirometer und Urinanalyse — alle notwendigen Geräte für die G 26 Untersuchung sind direkt in der Praxis Dr. Heck in Neumarkt vorhanden. Sie müssen für keine Teiluntersuchung an ein externes Labor oder eine andere Einrichtung verwiesen werden. Das spart Zeit und ermöglicht eine zügige Terminvergabe — auch für Gruppenuntersuchungen ganzer Feuerwehrabteilungen.